Einmachen oder Einwecken erlebt eine wahe Renaissance!

Einmachen oder Einwecken erlebt eine wahe Renaissance!
Eingemachtes (c) w.r.wagner - pixelio.de

Einkochen, Einwecken, Einmachen oder Eindünsten, sind Begriffe für mehr oder weniger die gleiche Methode des Konservierens.  Die Lebensmittel werden stark erhitzt und  unter Ausschluss von Luft haltbar gemacht.  Wichtig sind die Einmachgläser oder Einweckgläser, die Sie beim Einkochen verwenden.  Klassisch ist das Verwenden von Einweckgläsern , die Gummiringe haben.  Heute werden auch häufig twist off Gläser , also mit Gläser mit Schraubverschluss, verwendet. Dann brauchen Sie noch einen Einkochtopf und schon können Sie loslegen.  Wenn Sie die klassischen Einmach- oder Einweckgläser (benannt nach dem Hersteller) verwenden, brauchen Sie noch die Spangen aus Metall, mit denen die Einweckgläser verschlossen werden, bis sie abgekühlt sind. Erst wenn das Einmachgut erkaltet ist, darf man die Spangen von den Gläsern lösen.  Einfach ist natürlich das Verwenden von Gläsern mit Schraubverschlüssen.

Was kann man alles Einkochen?

Einkochen oder einmachen können Sie Gemüse, Obst, Fleisch und Pilze.  Sie können auch fertige Gerichte einkochen, wichtig ist jedoch, dass diese Gerichte nicht extrem hitzeempfindlich sind.  Achten Sie bitte darauf, dass die Einmachgläser wirklich porentief sauber sind.  Füllen Sie die Gemüse oder Obstmenge mit genügend Flüssigkeit ein.  Durch das Erhitzen des Einmachgutes wird dieses sterilisiert bzw. pasteurisiert.

Eingemachtes bleibt viele Monate , teilweise sogar Jahre, haltbar.  Sie sollten nur in Abständen überprüfen, ob sich ein Glas evtl. geöffnet hat. Ist das der Fall, müssen Sie den Inhalt sofort verbrauchen, falls er nicht schon verdorben ist.  In früheren Zeiten war es die einzige Methode Lebensmittel über einen langen Zeitraum konservieren zu können.  Irgendwann wurde diese Methode dann vom Einfrieren abgelöst. Fakt ist, dass sich viele Produkte nicht gut einfrieren lassen, dafür aber bestens zum Konservieren durch Einkochen eignen.  Nicht nur aus diesem Grunde, erlebt diese Methode eine wahre Renaissance.  

Welche Produkte lassen sich am besten zum Einkochen verwenden?

Fast alle frische Produkte.  Sie sollten wirklich in tadellosem Zustand sein und akribisch gesäubert werden.  Wichtig sind dann Gläser , die absolut luftdicht schließen.  Vor dem Befüllen mit den diversen Produkten müssen die Gläser gespült und heiß ausgewaschen werden. Auch Ihr übriges Handwerkszeug sollte fast steril sein.

Art und Menge des einzukochenden Gutes bestimmen die Kochzeiten.  Erhitzen Sie nicht zu hoch.  Obst hat meistens eine längere Einkochzeit als zartes Gemüse.  Achten Sie sowohl bei Ost als auch bei Gemüse darauf, dass keinerlei Faulstellen vorhanden sind. Diese sollten Sie großflächig entfernen.  Wenn Sie Braunfärbung befürchten, können Sie ein wenig Zitronensaft auf das Gemüse oder das Obst träufeln, dann bleibt die Farbe konstant vorhanden.

Verwenden Sie ruhig ausreichend Zucker, wenn Sie Obst einkochen, dieser verstärkt nicht nur das Aroma sondern er ist auch Garant für die Haltbarkeit.  Schichten Sie das Einmachgut in den Gläsern so, dass Sie möglichst viel Menge erhalten und das es auch noch ansehnlich ist.

Ein Einmach-Klassiker ist Apfelmus

Fühlt man sich nicht in ein anderes Jahrhundert katapultiert oder werden nicht schlagartig Kindheitserinnerungen wach, wenn wir an eingekochtes Apfelmus denken?  Ein Klassiker!   Für die Herstellung von Apfelmus kann man getrost Falläpfel verwenden.  Sie müssen nur darauf achten, dass alle angeschlagenen oder unschönen Stellen großflächig vor dem Einkochen entfernt werden.  Am besten eignet sich der Boskop um ein köstliches Apfelmus zu erstellen. Er behält die herrlich gelbe Farbe und sein Aroma.

Reinigen Sie die Äpfel, entfernen Sie das Kerngehäuse, schneiden Sie die Äpfel in Stücke. Dann kochen Sie diese mit etwas Wasser und Zucker, etwas Zimt so lange, bis sie weich gekocht sind und schon leicht zerfallen.   Sie können den Kompot nun in Gläser füllen oder Sie verwenden die Flotte Lotte um ein feines Apfelmus zu erhalten. Bei diesem Vorgang trennen sich die Schalen von der Masse und sie erhalten ein feines Apfelmus.  Warm in die Gläser füllen und vorher nochmal kurz abschmecken.  Nach Bedarf noch etwas Zimt und Zucker zufügen.  Die Gläser sollten ca. 60 Minuten bei ca. achtzig Grad gekocht werden.  Danach zum Abkühlen an einen kühlen Ort stellen.

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