Schafhaltung, Artgerechte Schafhaltung

Schafhaltung, Artgerechte Schafhaltung
Schafe (c) Rosel Eckstein - pixelio.de

In Ihrem Selbstversorger Garten fühlen sich sicherlich viele Schafrassen wohl. Wichtig ist, dass die Tiere artgerecht gehalten werden. Selbstversorger, die über ausreichend Platz verfügen, können sich somit über Schafsmilch, Schafkäse, Fleisch oder auch über ein Schaffell freuen. Schafe leben in Herden, sie sind Wiederkäufer und äußerst friedliche Zeitgenossen.  Männliche Schafe sind Widder oder man nennt sie auch Bock, ein Hammel ist ein kastriertes mänliches Schaf.  Zibben nennt man die Weibchen und die Lämmer sind die Schäfchen, die Jungtiere. Schafe können bis zu 20 Jahre alt werden.  Schafe sind lebende Rasenmäher. Sie werden gerne in der Landschafts- und Deichpflege eingesetzt. Schafe sind ausgesprochen anspruchslos und anpassungsfähig.

Artgerechte Schafhaltung

Sie sollten Schafe artgerecht halten, hier sollten Sie einige Kriterien berücksichtigen, um auf die Bedürfnisse der Tiere wirklich eingehen zu können. Schafe sind Weidentiere.

Achten Sie darauf, dass die Weidenflächen groß genug sind um alle Tiere ernähren zu können.  Schafe brauchen auch genügend Auslauf. Schafe dürfen niemals angebunden werden.  Sie müssen sich ihre Hufe ablaufen können.  Genügend Bewegung und Auslauf ist also zwingend. Drahtknotengitter als Einzäumung sind ideal.  Bitte verwenden Sie niemals Stacheldraht oder Materialien, an denen sich die Tiere verletzten können. Den Schafen sollten verschiedene Koppeln zur Verfügung stehen, auf denen sie weiden können.  Legen Sie sich also wirklich nur diese gutmütigen, lieben Tiere zu, wenn Sie ausreichend Flächen zur Verfügung haben.

 

Auch ein Schafstall muss sein

Sie sollten auf jeden Fall einen Unterstand oder eine Schafhütte auf dem Grundstück errichten.  Die Tiere suchen automatisch Schutz vor Wind , Regen und zur starker Sonneneinstrahlung.  Die Tiere müssen soviel Platz haben, dass alle auch ruhig liegen können. Im Winter benötigen die Tiere einen zufreien und warmen Schafstall. Auch geschorene Schafe brauchen Wärme. Muttertiere und Lämmer natürlich auch.  Eine Zentimeterdicke Streuschicht auf dem Boden ist ebenso wichtig.  Schafe sind Herdetiere.  Sie brauchen die Nähe zueinander. Halten Sie niemals ein einzelnes Schaf. Es wäre zu traurig für das Tier. Selbst Mutterschafe, die gerade geboren haben, und Ruhe brauchen, suchen den Blickkontakt zu ihren Artgenossen und brauchen deren Nähe.

Schafe fressen ständig, weil sie ja Wiederkäuer sind.  Sie legen großen Wert auf sauberes Futter und saubere Trinkbehältnisse.  An unsaubere Trinkvorrichtungen gehen sie nicht heran. Schafhaltung ist also auf jeden Fall eine Herausforderung.  

Artgerechte Schafhaltung heißt auch Pflege

Die Klauen müssen gepflegt werden. Das Fell muss geschoren werden. Am besten werden die Schafe  im Frühjahr geschoren. Die Klauen sollten mindestens zwei bis dreimal pro Jahr beschnitten werden. Lassen Sie des von fachkundigen Leuten ausführen, versuchen Sie sich nicht selbst. Sie könnten die Tiere verletzten und Infektionskrankheiten auslösen. Schafe müssen regelmäßig entwurmt werden. Auch der Bereich um den After muss sauber gehalten werden.  Wenn die Tiere zuviel hochverdauchliches Gras fressen, brauchen sie zusätzlich Ballaststoffe.  Geben Sie Ihnen also zusätzlich Heu und Streu und dies auszugleichen.  Im Krankheitsfall unbedingt einen Tierarzt konsultieren.  Schafe sind wundervolle und liebenswerte Tiere. Aber die Schafhaltung will wohl überlegt und bedacht sein.

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